Hart ist das Leben an der Küste… …doch härter sind die Männer die dort leben!
Sprüche aus längst vergangenen Zeiten? Vielleicht? Unbestritten ist jedoch, dass das Leben in Schleswig-Holstein – das Land zwischen den zwei Meeren - was den Küstenschutz und damit auch die notwendigen Maßnahmen im Notfall durch die Bevölkerung sowie durch die Feuerwehr angeht über Jahrhunderte geprägt ist was das Kämpfen gegen die Fluten angeht. Jeder weiß und respektiert dieses und handelt nach verpflichtender und lebenserhaltender Tradition entsprechend! Dies gehört eben zu uns im Norden wie auch das Meer mit seinen schönen aber auch seinen gefährlichen Seiten. Eine Selbstverständlichkeit mit der wir seit Generationen an der Nord- und Ostsee leben.
Als nicht selbstverständlich hinnehmen wollten wir als
Landesfeuerwehrverband in Schleswig-Holstein, dass die seelsorgerliche Versorgung sowie die psychosoziale Unterstützung vor, während und nach belastenden Einsätzen der Feuerwehren noch nicht flächendeckend gesichert oder angeboten wird bzw. noch nicht jeden Feuerwehrangehörigen tatsächlich auch als Angebot erreicht. So starteten wir im Mai 2010 die bis 2011 laufende
Kampagne „Einsatz vorbei – Kopf frei?“ die zum einen jede Feuerwehrfrau und jeden Feuerwehrmann sowie alle Angehörigen einer Jugendfeuerwehr im Land erreichen soll um zum Beispiel über die möglichen Gefahren nach einer Belastungsreaktion wie auch über notwendige präventive Maßnahmen informieren und die jeweiligen Ansprechpartner in der verbandlichen Nähe aufzeigen soll.
Zum anderen aber soll die Kampagne „Einsatz vorbei – Kopf frei?“ Sorge dafür tragen, dass zukünftig in jedem Kreis- oder Stadtfeuerwehrverband wie auch in jeder Berufsfeuerwehr eine dem aktuellen Qualitätsstandart entsprechende Versorgung durch die Feuerwehrseelsorge und / oder Psychosoziale Unterstützung vorgehalten wird. Jeder Feuerwehrverband wird dabei unterstützt eine einheitliche Struktur inhaltlich sowie personell zu schaffen wenn nicht schon geschehen. Die benannten Fachwarte Feuerwehrseelsorge / Psychosoziale Unterstützung wie auch die unterstützenden Peers (Gleiche unter Gleichen) aus den Reihen der örtlichen Feuerwehren werden aus- und fortgebildet damit es keine strukturellen wie inhaltlichen „weißen Flecken“ im Lande mehr gibt. Jeder Verband soll zukünftig (s)eine „eigene Mannschaft“ ständig zur Verfügung haben die unterstützend und begleitend tätig wird wenn es um die Erste Hilfe an Seele und Psyche geht. Diese jeweils verbandlich angesiedelten Mannschaften der Feuerwehrseelsorge / Psychosozialen Unterstützung sollen die notwendigen standardisierten Abläufe und Vorgehensweisen kennen, anwenden und wenn erforderlich zu jeder Zeit sicherstellen.
Weiterhin soll jeder Feuerwehr-Führungskraft im Land die „Primäre Prävention im Einsatzwesen" vertraut sein um die erforderliche und zeitgemäße Fürsorge im Fall der Fälle für seine ihm anvertrauten Menschen bestens gewährleisten zu können. Schulungen für die entsprechenden Kräfte in diesem Bereich von der Nord- bis an die Ostseeküste werden die Kampagne ebenso prägen wie informelle Stände an vielen Feuerwehrveranstaltungen und diversen Gespräche mit den jeweils verantwortlichen politischen Vertretern auf der Orts- und Landesebene.
Im Rahmen der KickOff-Veranstaltung der Kampagne „Einsatz vorbei – Kopf frei?“ sicherten der Innenminister sowie anwesende Landräte und weitere politische Vertreter bereits ihre volle Unterstützung zu.
Wesentlich und unverzichtbar für die Umsetzung der
Kampagne „Kopf frei – Einsatz vorbei?“ ist die Unterstützung der
Sparkassen in Schleswig-Holstein mit einer großzügigen Spende die vieles ermöglichen wird um dessen Erfolg zu sichern. Dieses gilt auch in ähnlicher Weise für die
Hanseatische Feuerwehrunfallkasse Nord die u.a. einen großen Teil der Aus- und Fortbildungen mit absichert.
In der Psychosozialen Notfallversorgung (PSNV) - dessen
Landeszentralstelle / Landeskoordination beim
Landesfeuerwehrverband Schleswig-Holstein (im Auftrage des Innenministeriums Schleswig-Holstein) angesiedelt ist - will der
Landesfeuerwehrverband nicht nur mit gutem Beispiel vorangehen sondern er will die uneingeschränkte Absicherung seiner und aller anderen Einsatzkräfte, aus großer Verantwortlichkeit heraus, schaffen und sichergestellt wissen. Was ist seiner Macht und seinen Möglichkeiten liegt wird er hierfür tun!

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Wat mutt, dat mutt! Dies gilt dann zukünftig auch für die flächendeckende seelsorgerliche Versorgung und / oder für die psychosoziale Unterstützung von Feuerwehrangehörigen und ihren Angehörigen im Land zwischen den Meeren.
LBM Detlef Radtke
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